#modernistcuisine, die Dritte.

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Das Dessert zum 3. #modernistcuisine vom 12. Januar 2015 – und mein erstes Dessert jenseits der Selbstbedienungs-Kühltheke überhaupt – war Twittergerecht gestaltet: »Flamewar«, »Rumtrollen« und »Plonk«. Ich nenne es entsprechend:

Das Toggenburger Troll-Trio.

Alle Zutaten waren für zwei Personen gerechnet, mussten aber für fünf Gäste reichen. Weshalb die komische Rechnerei? Na, weil es sich um den letzten Gang eines Fünfgängers handelte …

Flamewar: Torta Frita.

Ein argentinisches Dessert, dessen Zutaten doch eher old-world daher kommen:

  • 250 g Mehl
  • 60g Schweineschmalz
  • 1 Ei
  • 50 ml lauwarmes Wasser
  • 1.5 TL Salz
  • Was zum drinne fritieren (z.B. noch mehr Schmalz)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Schmalz schmelzen, dann Mehl, Ei, Salz und lauwarmes Wasser damit verrühren. Kneten, bis ein Teig draus wird, so ein bisserl Mürbeteig-mäßig. Dann 1+ Stunden in den Kühlschrank mit. Bei uns diente der Balkon als vergrößerter Kühler.

Teig im Anschluss auf 2 mm ausrollen. Kaffeetassen-große Kreise ausstechen, mit einem Messer oder Schnapsglas Löcher in die Mitte stanzen. Dann pro Seite so ~2 Minuten ins heiße Fritierzeugs mit, bis sie dunkelbraun werden. Mit Puderzucker bestäuben und heiß servieren.

Rumtrollen: Trollkrem.

Die traditionelle norwegische Trollkrem wird mit Preiselbeeren zubereitet, man kann aber auch andere (eher saure) Beeren nehmen – in unserem Fall eingefrorene Johannisbeeren aus unserem Garten.

  • 2 Eiweiß
  • 250 g Puderzucker
  • 250 g Beeren
  • Auf Wunsch: Minzeblätter

Eiweiß steif schlagen. Puderzucker rein, dabei weiter drauf eindreschen. Wenn’s fest wird, Beeren unterschlagen. Ab in den Kühlschrank. Vor dem Servieren nochmals gut umrühren; es soll eine klebrige, aber nicht zu zähflüssige Masse geben. Zur Deko und als geschmacklichen Kontrast mit Minzeblättern dekorieren (hatte ich in der Hitze des Gefechts verschwitzt).

Plonk: Geeister Absinth-Espresso.

Lustigerweise eine österreichische Erfindung. Tjaha. Oder eher »Thujon«. Obacht, je nach vorgängigem Alkoholkonsum kann das ziemlich reinhauen.

  • 2 dl Espresso (kalt)
  • 120 ml Absinth
  • 80 ml Caramel-Sirup

Gläser frosten. Eiswürfel in einen Cocktail-Mixer; Espresso, Absinth und Caramel druff, schütteln wie ein Blöder. Durch ein Sieb in die gefrosteten Gläser abgießen und sofort servieren. Im Anschluss ins Verdau-Koma fallen.

Tipp: Caramel-Sirup unbedingt vor der Zubereitung probieren; sollte er nicht süß genug sein, wird’s schnell bitter. In diesem Fall vor dem Schütteln noch Zucker nach Bedarf beigeben.

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