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Buchpreisbindung in der Schweiz oder Korrelation ist nicht Kausalität.

Saturday, January 28th, 2012

Nachtrag vom 30. Januar 2012: Der Verleger Markus Schneider (Echtzeit-Verlag) äußert sich zur Buchpreisbindung. Damit wäre für mich zumindest die inhaltliche Ebene geklärt – danke schön! Die Kommunikationssache, die ich in diesem Artikel kritisiere, bleibt weiterhin problematisch.

Originaltext:

Da ich mich auf eine deutschsprachige Website beziehe verfasse ich diesen Artikel ausnahmsweise auch in Deutsch. Sorry ’bout that.

Ich antworte in diesem Beitrag auf die Aussagen von Ja zum Buch, also der offiziellen Argumentation der Buchpreisbindungs-Befürworter. Ich möchte voranstellen, dass es mir weniger um die Sache geht als, einmal mehr, um die Art und Weise der Kommunikation und dem Sich-Zurechtdrehen der Faktenlage aus Eigennutz oder, eventuell, Unverständnis.

Was das Gesetz selbst betrifft bin ich sehr an Erklärungen interessiert und freue mich auf Eure Kommentare. Ich kann nicht nachvollziehen, wie dieses Gesetz in der jetzigen Form seine Ziele erreichen soll; die Website Ja-zum-Buch hat mich in dieser Hinsicht nicht aufklären können.

Das hier ist also eine Gegendarstellung, nicht unbedingt gegen die Idee einer Buchpreisbindung in der Schweiz, sondern mehr gegen die Argumente, die von den Befürwortern vorgebracht werden. Und mit denen sie sich meiner Meinung nach mehr schaden als nützen.

Stärkt Buchhandlungen und Verlage.

Diese Unterseite zeigt keinen schlüssigen Beleg, weshalb eine Buchpreisbindung Buchhandlungen und Verlage „stärken“ könnte. Sie stützt sich auf Vergleiche. Das Hauptargument scheint das Buchladensterben zu sein:

In der Westschweiz ist die Zahl der Buchhandlungen und Verlage seit der Aufhebung der festen Ladenpreise im Jahr 1993 deutlich zurückgegangen. In Grossbritannien wurde der Buchmarkt 1995 komplett dereguliert. Die Konsequenz: Alleine seit 2005 wurden von seinerzeit 4000 Buchhandlungen 1800 geschlossen.

Aber es wird nicht belegt, dass diese Entwicklung mit der Aufhebung der damaligen Buchpreisbindung zusammenhängt – im Falle von Großbritannien werden Zahlen zehn Jahre nach der Deregulierung genannt.

Komplett ausgeklammert wird zum Beispiel das technologiebedingte Anwachsen des Online-Handels und damit der Möglichkeit, sich selbst zu informieren und die Bücher frei Haus liefern zu lassen. Oder die wachsende Verbreitung von GPS-Systemen, die dem Reiseführer- und Landkarten-Handel zusetzten. Oder die Verfügbarkeit von Online-Communities, die durchs Veröffentlichen eigener Rezepte traditionelle Kochbücher ins Abseits drängten. Oder dass Brockhaus den Druck ihrer Enzyklopädie einstellte, da es online sinnvoller (da aktueller) erschien. Oder wie Gewerbetreibende europaweit mit mehr und mehr Auflagen gegängelt werden, während gleichzeitig die Kaufkraft abnimmt.

Mit der Buchpreisbindung, respektive unterschiedlichen Endverkaufspreisen, hat das alles nichts zu tun. Dennoch stellt Ja-zum-Buch die weggefallene Buchpreisbindung als alleinige Erklärung fürs „Buchladensterben“ dar.

Dass in Großbritannien seit 2005 viele Buchhändler aufgeben mussten stimmt. Aber auch hier fehlt ein Beleg dafür, dass es direkt mit der Deregulierung des Buchmarktes zehn Jahre zuvor zusammenhängt – und nicht zum Beispiel mit radikalen Veränderungen der innenpolitischen Landschaft und der damit verbundenen Ansätze zur Besteuerung von Kleinunternehmen. Und, wieder: Der Einfluss des technologischen Wandels wird von den Befürwortern nicht in Betracht gezogen.

Korrelation ist nicht Kausalität.

Seit der Aufhebung der Buchpreisbindung im Jahr 2007 mussten in der Deutschschweiz bereits 13 Prozent der Buchhandlungen schliessen.

Korrekt. Aber – ist daran tatsächlich die Aufhebung der Buchpreisbindung schuld? Oder ist es (auch?) anderen Faktoren zuzuschreiben, siehe oben? Die Antwort bleibt ja-zum-buch.ch schuldig; alleine die fehlende Buchpreisbindung „ist schuld“.

Wieder: Korrelation ist nicht Kausalität.

Entscheidet sich die Schweiz gegen die Buchpreisbindung, heisst das, dass mittelfristig nur noch Filialisten und Discounter den Buchmarkt in der Schweiz prägen werden. Regionale Angebote und Spezialitäten werden auf ihrem Weg in das Buchhändlerregal auf der Strecke bleiben.

Dass Filialisten bereits seit vielen Jahren den Buchhandel prägen hat nichts mit Preisbindung ja/nein zu tun: Große Ketten und Discounter können billiger einkaufen und mehr Rabatte geben, während sie gleichzeitig als Teil eines Konzerns etwaige Ausfälle, hohe Mieten und Werbemaßnahmen besser verkraften können. Eine Beschränkung des Angebots ermöglicht Einsparungen in der Logistik, Filialführung (Regale und Organisation), Auswahl der Mitarbeiter und Umfang des Marketings. Der Discounter wird sein Angebot nicht erweitern, nur weil die Bücher schweizweit zum selben Preis verkauft werden müssen – die genannten Faktoren sind einflussreicher auf Umsatz und Gewinn und damit wichtiger für die Basis, auf der Discounter bauen.

Diese Möglichkeiten hat der inhabergeführte Laden nicht, und bekommt sie auch nicht durch eine Buchpreisbindung.

Auch bleibt die Website eine Erklärung schuldig, weshalb regionale Angebote davon profitieren, schweizweit zum gleichen Preis verkauft zu werden. Respektive weshalb das die letzten fünf Jahre ein riesiges Problem gewesen sein soll.

Sichert Vielfalt und fördert Schweizer Literatur.

Diese Unterseite spricht von „Buchvielfalt statt Einheitsbrei“, ohne eindeutig zu belegen, dass diese Vielfalt von schweizweit festgelegten Endverkaufspreisen beeinflusst wird.

Die Buchpreisbindung führt zum Wettbewerb über Inhalte, Kreativität, Innovation und Vielfalt. Damit bleibt garantiert, dass Schweizer Verlage auch in Zukunft Schweizer Autorinnen und Autoren entdecken, zukünftige Dürrenmatts und Bichsels ihren Platz in der Buchhandlung haben und das Schweizer Kulturschaffen stark bleibt.

Dieser Wettbewerb besteht bereits seit mehreren Jahrzehnten, wenn nicht gar seit dem Entstehen des Verlagswesens: Verlag kommt von „vor-legen“; jemand investiert in ein Manuskript in der Hoffnung, damit einen Gewinn zu erzielen.

Gewinn wird erwirtschaftet, wenn genug Menschen das Produkt – hier, das Buch – kaufen. Was auch heißt: Ein Verlag verlegt kein Buch, in dem er keine (oder eine zu geringe) Gewinnmöglichkeit sieht. Außer, es handelt sich um Liebhaberei, die durch andere Bücherverkäufe quersubventioniert werden kann. Hier sind dann jedoch für Verlag und Autor minimal schwankende Verkaufspreise weniger relevant als die Anzahl der vermittelten Bücher.

Für Autoren ändert eine Buchpreisbindung in dieser Hinsicht nichts: Entweder, das Manuskript überzeugt den Verleger (könnte also Gewinn erwirtschaften) oder nicht. Und falls nicht hatten Autoren noch nie so viele Möglichkeiten wie heute, ihre Inhalte trotzdem der Öffentlichkeit zu präsentieren oder zu verkaufen. Die Kalkulation von Verlagen spielt bei autorenvertriebenen eBooks oder Print-on-Demand-Büchern keine Rolle, die Diversität ist davon nicht berührt.

Dürrenmatt war übrigens bei Diogenes. Gesamtauflage über 200 Millionen Exemplare und gut 6000 Titel, einer der wichtigsten Verlage im deutschsprachigen Raum. Bichsel hingegen hat im Eigenverlag publiziert, bis er schließlich in der Weltwoche und dann Schweizer Illustrierten veröffentlichte. Beides (damals) große, finanzstarke „Player“ im Schweizer Markt. Als Beleg, dass die Buchpreisbindung Klein(st)verlagen und Sparten-Autoren hilft, sind beide denkbar ungeeignet.

Senkt Preisunterschiede zum Ausland.

Diese Unterseite will den Wählern erklären, dass ungebundene Preise zu höheren Verkaufspreisen führen. Respektive gebundene Preise zu billigeren Büchern. Sie bemüht dabei dieses Argument:

Zwischen 1983 und 2007 betrug die Teuerung in der Schweiz 55 Prozent. Beim Buch waren es nur 15 Prozent. Der Preis für ein Konzertticket oder eine Tasse Kaffee ist in dieser Zeitspanne rasanter gestiegen.

Das ist korrekt: Vor der Aufhebung der Preisbindung sind Bücher in der Schweiz weniger als die Teuerung, nun ja, teurer geworden. Das ist nicht verwunderlich, befanden sich die Bücherpreise bereits auf einem hohen Niveau, besonders verglichen mit den Preisen im Ausland.

Polemisch: 4 % von 40 Franken (vor der Aufhebung der Buchpreisbindung) sind prozentual gesehen weniger als 6 % von 25 Franken (nach der Aufhebung). In absoluten Zahlen ist die höhere Teuerung dennoch die für den Konsumenten günstigere.

Es fehlen Belege, die zeigen, dass die unterschiedlichen Preissteigerungen der Buchpreisbindung bzw. deren Fehlen geschuldet sind. Wieder: Korrelation ist nicht Kausalität. Die deutsche Preisentwicklung, die in diesem Zeitraum auf einem deutlich niedrigeren Niveau begonnen hat mit einer 100%-Skala gegenüberzustellen ist, nett ausgedrückt, speziell. Besonders, wenn man sowohl die politischen Veränderungen als auch die Marktbereinigung durch Großhändler wie Thalia ausblendet. Die übrigens in ihrer gegenwärtigen Form durch die deutsche Buchpreisbindung begünstigt wurde und wird.

Wenden wir uns den Verleger- und Autorenzitaten zu.

«Die kleine Landschule soll ein Schulbuch zum gleichen Preis kaufen können wie die grosse Agglo-Gemeinde.»

(Peter Uhr, Verlagsleiter, Schulbuchverlag plus, Bern.)

Das wird durch das vorgelegte Buchpreisbindungs-Gesetz nicht besser gewährleistet als ohne: Mengenrabatte sind sogar explizit als zulässig aufgeführt.

«Die Buchpreisbindung fördert die Vielfalt der Buchhandlungen. Gäbe es nur noch Discounter, könnte man keine Zürcher Bibel mehr kaufen.»

(Gallus Weidele, Geschäftsleiter voirol – Die Oekumenische Buchhandlung.)

Eigentümergeführte Buchhandlungen werden mit der Buchpreisbindung gegenüber Discountern schlechtergestellt: Letztere können mit dem Lieferanten größere Rabatte aushandeln (Zwischenverkaufspreise sind im Gesetz nur mit branchenfremden Unternehmen geregelt, nicht mit Buchhändlern) und dann im Preiskampf laut Artikel 6 „Allgemein zulässiger Rabatt“ übers ganze Sortiment 5 % billiger verkaufen. Was sie sich eher leisten können als der unabhängige Buchhändler.

Auch fehlt mir ein Grund, weshalb die Zürcher Bibel nicht mehr lieferbar sein soll, wenn sie z.B. von Ex Libris billiger angeboten werden könnte, Ex Libris dies aber nicht tut: Discounter führen solche Bücher nicht, weil es dem Geschäftsmodell „Einheitsbrei“ widerspricht. Eine Buchhandlung, die die Zürcher Bibel führt, steht also nicht in direkter Konkurrenz mit dem Discounter.

«Ich lebe in einer kleineren Stadt. Die Buchhandlung ist das kulturelle Zentrum, das auf die ganze Stadt ausstrahlt. Ohne Preisbindung würde sie dieses rasch verlieren.»

(Prof. Dr. Rainer J. Schweizer, Universität St.Gallen.)

Ist diese Ausstrahlung auch preisgebunden? Oder hängt es an den Händlern und Angestellten, dem Ladengeschäft, dem „Mehr“, das diese Buchhandlung bietet? Mit einer Buchpreisbindung könnte diese Buchhandlung dieses „Mehr“ nicht durch etwas höhere Preise gegenüber Discountern finanzieren und würde erst recht eingehen. Und wenn sie ohne Preisbindung diese Ausstrahlung schnell verliert – wie konnte die Buchhandlung die letzten fünf Jahre ohne Buchpreisbindung überleben, und die neun Jahre zuvor, als der Streit um die Buchpreisbindung zu vielen Ausnahmen in der individuellen Preisgestaltung führte?

28. Januar 2012, ergänzt 29. Januar 2012

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Artist shitstorm as seen in Switzerland, January 2012.

Friday, January 13th, 2012

So you ask all them culture and arts dudes and dudettes to bitch about the Hildebrand case. Or rather, how certain media (Weltwoche, cough) or certain political figures (Lei, Blocher, cough) kicked the Swiss society in the balls, or are hugely misjudged, or totally wrong so we need to Do Something™. And how we guys and gals feel about it, generally speaking, artistically and whatnot. Being all artsy and cultural and stuff about it, too.

Well, my estimate: We hate it. At least, I do, which means quite a few persona unless I take my meds, or enough beer. Or, preferably, both. But I digress.

I can’t know what Hildebrand did or didn’t do for sure. That’s sorta the point: You can’t prove your innocence. That’s why we have all them laws and regulations in place, so nobody gets damned without any proof. Proof as in The Law™, rather than some arbitrary morality talk you spew because, well, you think you’re right, or your opponent is in the wrong party, or fucks your stock returns.

This is important: The laws are in place simply because one guy’s or gal’s moral understanding will be different from what others will deem appropriate. That’s the main reason we have laws to begin with. Going all “but it’s wrong!” simply because you lost a couple of thou on the markets is not very, well, moral.

But as the Hildebrand case has been, mainly, a discussion between different media exponents, with few political powers chuckling about how everybody turns moral all of a sudden, there isn’t anything I could add to this aspect of the pseudo-discussion.

What I can comment on is the way either side talks about what they think is reality. It may be in the eye of the beholder, but for Gods’ sake stay consistent! In this respect, the Weltwoche-SVP-Blocherarian bunch loses. Not because I don’t like them, but because they negate their own statements all too quickly.

Reality, conceived by society, is made up through discourse. And, in the end, reality is what the majority decides on. Reiterating statements that have been negated long ago is not a sign of a sane mind, but might be sensible for your cause. Reacting to people asking you why you’re lying with “you need to see the big picture, and I didn’t lie, reiterate” is insane behaviour, no matter what. Which is fine by me, mark the meds above, but for fuck’s sake:

Keep consistent in your arguing!

Well, as I’m supposed to answer this plea artistically, let me add a photo. Make of it what you may.

Immigrant cows climbing over our borders need to be stopped.

Is it Sandisk, the retail market, or just me?

Sunday, December 18th, 2011

So after a Sandisk Extreme SDHC 30MB/s* or whatnot decided to die on me right in the middle of shooting a bloody fireworks (this one) I just shrugged my shoulders and went all, well, you know? Shit happens. Get over it. Smile. Then I kicked that table and now my toes are numb.

It was the second, rather expensive, Sandisk card to go belly-up on a job, the third in total. In different cameras, but all of them after about two months of usage. So I donned my spy hat and investigated. That is, searched on Google. The shit I found made me wonder about quality control – not necessarily on Sandisk’s part – just as much as about internet culture as a whole.

There’s camera manufacturers trying to tweak their firmware to accommodate Sandisk cards. There’s a shitload of people going all “never had any problem with them, so don’t buy cheap copies on eBay”. But at least in my case, I bought them cards in two different legit, brick-and-mortar shops. And they both failed on me rather spectacularly. The cards, not the shops.

My ages-old Transcends still work. My Panasonics still work. And not cards from the lowly levels of classmanship, no, we’re talking speedy Class 10 shit here. For half the price, without the marketing bullshit telling me how awesome their new SD cards were, plus a funky brand name and an arbitrary MB/s number next to it.

But still I’m told by too many people: “Well, don’t buy pirated copies and stop bitching”. Mine aren’t knock-offs. Or rather, if they are, two of the largest Swiss retailers buy from the Chinese Mafia. Or something.

Which would make some sense considering their corresponding corporations are at each others commercial throats. And at least one of said corporations doesn’t seem to mind cutting corners.

Hrm.

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Be smart, buy S-Mart.

Friday, August 19th, 2011

I think Terry Pratchett said it best when rhapsodising on the “injustice of the boot”: People who require good shoes for their job often can’t afford The Best™ and need to buy a new pair each and every year. And those who are better-off usually don’t need boots this sturdy, as their soles mostly grace carpeted floors. But shelling out 10x as much, one time, can tide them over until the grave. That is, with one pair of boots. In the end, well, ending up having spent less on shoes than those who can’t afford proper shoes, but would be perfectly served with the best the market provides.

Much the same can be said about photography. But for some reason many hobbyists – in above metaphor the carpet grinders who are not really dependent on their tools – choose to buy cheap, repeatedly, again and again. Even though they would have saved lots of moolah if they just went with what they really wanted to begin with. Not what they needed, as hobbyists are beyond such petty concerns. Still, in dilettante photography, burning money seems more common than thinking about what one’s after, and then going for it, within reason.

This has to stop. Seriously.

Dudes and dudettes, you’re indulging in a hobby. It doesn’t matter whether you can write off your gear when doing your tax returns. It doesn’t matter if you can justify the expense to anybody other than yourself. It’s your hobby, and you obviously have the funds: Otherwise you couldn’t replace camera bodies once a year or shell out a grand for a speciality lens you’ll use three to four times before storing it in The Closet. Next to all that other gear you procured on a whim and never use again after your great-aunt’s 80th birthday party.

You know you enjoy photography. You also know what you’d really like as a tool to this end. Still, you start with compacts, bridges, then a crop camera. Then another, better one, with higher ISO or faster auto-focus. You invest thousands of quids in lenses for said cameras – while in the back of your head there’s this tiny voice screaming about full-frame or middle format or whatever. But 6k sound too expensive, not reasonable.

So you settle for camera bodies for € 1.000, a couple of lenses for another couple of thou, and yet a refresh of the same body every couple of months/years. If you’re really into photography, it will take you about one year to spend more on gear you don’t really enjoy – rather than biting the bullet and going with your dream to begin with. Even if this means you’ll need to save up for it.

Is it GAS? Perhaps. Maybe gear acquisition syndrome is what drives Canikosonic camera sales. You’re enjoying shopping for The Best Bang for the Buck™ more than rationally looking at the numbers and accepting you’ll end up with The Best no Current Expense Spared™ in the end anyhow. It‘s the new shiny toys that drive you, and you rationalise the expense by telling yourself: This will make my photography easier / better / whatever, and it’s a reasonable upgrade. Again and again, again and again.

Remember, it’s your hobby, it’s a dream, something to indulge in because you can afford it, both money- and time-wise. Otherwise you collected stamps or dried horse manure or something. Buying boots each year, for many years, rather than getting that one pair that will serve you a lifetime is not sane behaviour for a dilettante. It’s often a necessity for a professional, but please – you’re not. So for bugger’s sake stop this nonsense, for your own sake and peace of mind of your spouse.

On the other hand, this makes the after-market more interesting for those who know what they want or need. Hrm. The jury’s still out on that one.

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Public service announcement: How to be a rebel.

Thursday, July 28th, 2011

One would think that Switzerland’s orderly and somewhat overly clean society made it easy to be A Rebel: Just do the opposite from what signs and common sense tell you to do. In reality though, the Swiss find it exceedingly hard to disobey orders, both direct and inherent ones. Not because they were a particularly bland type of sheeple, but because most of them rules seem sensible inside the bounds of social contract.

So we’re lost, our puny attempts at anarchy stop short of using the wrong fork at a gala dinner. Thank goodness I’ve had the opportunity to observe a selection of touristes étrangers while staying at hotels up in the Alps. As a service to my readers, I’ll share what I learned re: proper misdemeanor.

  1. Driving on the right is for wimps. Make sure to steer your Humvee clear of any street guides and use the middle of the road only, especially if it’s one of them curvy, narrow mountain pass roads leading to the resort.
  2. Assume everybody on hotel grounds not only understands but also speaks your particularly weird Flander dialect. Get riled up at noticing this ain’t so.
  3. Variant: Assume no-one in Switzerland speaks English, French, or Italian, and crack rassist jokes at the top of your voice.
  4. It might be a pool shared by all lodgers, but you’re in love! So boink your significant other as much as your loins permit.
  5. Bonus points if you use the kids’ inflatable banana float while doing so.
  6. A propos pool area: If there’s a single shower next to the pool – to cool off prior to jumping in – and more showers in the changing rooms settle for the former to do your weekly body scrub. Take your time.
  7. Cigar butts decompose easily stuck into lobby flower pots. No need for trash cans or, Gods forbid! ash trays.

I hope this short list will become helpful once you decide life’s too old and boring. Kant’s a cunt anyway, so forget about the Golden Rule and just be yourself. Everybody else will look up to you as a prime example of human egotism self-expression. And what’s a bit of love juice between friends?

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