Archive for the ‘Moron Media Bla’ Category

Germany: Leistungsschutzrecht, or how to make sure you’ll never need to change anything about your business, ever.

Monday, March 5th, 2012

You’re a newspaper publisher who’s been around for a century or two. Well, not you personally (hopefully), but your publishing house. You’ve been living a sheltered life, mostly; declining ad revenue was easily shouldered by downsizing your regular staff and crushing freelancers with outrageously low fees for their time, effort, and work.

The reason for said dwindling revenues is this new kid on the block, The Wobble. It has been around for a couple of decades, but you never took it seriously, ignored it as best as you could. But your audience (the readers) and your customers (the businesses paying for ad space) liked the new guy; The Wobble became more and more popular. Deep in your heart you knew, already back in the late 90s, that its capricious nature might prove more resilient than you’d like. But what the hells, let’s ignore it some more.

Ten years later you concede one of these new-fangled thingies, a Web Site, might be in order. Yeah. And let’s put these articles online! That’s the thing to do, nowadays. Apparently. So businesses continue buying your print ad space, as well as online ads! To make your brand more popular amongst them weirdo dudes who are on “Social Media”, you’ll also add some buttons and stuff and include loads of metainformation for them “Search Engines”. Whatever they are.

At the same time, refrain from investing in the people who actually write and research the content you distribute. These Reuters and DPA and SDA online feeds are handy; after all, The Wobble and its friends won’t want to read real articles. Rehashes of news should suffice to rekindle the urge to subscribe to your paper-version paper, and thus ensure more revenue from advertisements.

Also, ignore the opportunities your new potential friend The Wobble wants to share with you. Reduce your perception to two of its warts: Facebook and Google. Then first sue Google for sharing headlines you made freely accessible on your web site, pretty much asking for it through SEO marketing. Your bank account doesn’t explode yet? Well, step two is to lobby with your government. Ask your governmental warden to tell The Wobble’s wart to pay for re-sharing content’s headlines (not full articles) you originally shared yourself.

Instant success! Also make sure to publish it in your on- and offline papers as a grand success for all reporters, journalists, photographers, and editors. You know, the guys and gals you pay less and less, and kick out of secure jobs more and more often. The people who would provide you with premium content you could make a living from if you both let them, and started talking with The Wobble rather than seeing it as a parasite.

But hey, what’s to worry about? Why make friends with the guy who’s been living nextdoor for thirty years? There’s always the warden to fall back on. So you won’t have to adapt or develop. Ever.

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Glosse: Thalia und Weltbild, oder wie man aus einer Abstimmung Marketingkapital schlägt.

Tuesday, February 21st, 2012

Ich hatte mich gewundert, weshalb sowohl Thalia als auch Weltbild – zwei der vier größten Filialketten („Discounter“) im Schweizer Buchhandel – die Buchpreisbindung unterstützen. Jetzt zeigt sich allerdings ein so einfacher wie zynischer Erklärungsansatz.

Wie könnte der Gedankengang bei den beiden Buchhandelsketten ausgesehen haben? Es folgt eine sicher total an den Haaren herbeigezogene Spekulation, aufbereitet in handlicher Listenform:

  1. Dass eine Buchpreisbindung auf den Verdrängungswettbewerb der Standorte kaum Einfluss hat weiß zumindest Thalia seit geraumer Zeit.
  2. Der Konkurrent ExLibris hat sich mit der Unterstützung des Referendums – als vokaler Gegner einer Buchpreisbindung – positioniert.
  3. … dann könnte man sich marketingtechnisch ja ganz gut vom Schweizer Konkurrenten unterscheiden, wenn man sich zu den Befürwortern schlägt, nicht?
  4. Netterweise liefert das JA-Komitee auch noch massig Werbematerialien wie Poster, Aufkleber, Flyer und Buttons an die Befürworter. Mit Heidi drauf, das zieht in der Schweiz immer.
  5. Als einzigen Böölimaa im deutschschweizer Filialgestrüpp konzentrieren sich die Befürworter einer Buchpreisbindung auf ExLibris. Schön, dass man sich so einfach und preiswert aus der Schusslinie nehmen kann!
  6. Die große Konkurrenz der Discounter liegt im Online-Handel und bei den eBooks. Der Strukturwandel hat selbst für Thalia zu Filialschließungen in Deutschland geführt. Was liegt näher, als selbst eine eBook-Plattform mit eigenem Reader zu lancieren? Weltbild verteilt ihren Reader ja auch zum Ramschpreis.
  7. Und die verbliebenen Standorte werten wir dann mit Kaffeebars, Rolltreppen und Geschenkartikeln zu Konsumtempeln auf. Mit Heidi am Schaufenster. Genau.

Thalia und Weltbild können sich am 11. März gepflegt zurücklehnen. Sie haben bereits Vorkehrungen getroffen, um im Strukturwandel nicht komplett unterzugehen, und werden mit oder ohne Buchpreisbindung wie bisher ihre Marktmacht ausspielen. Mit der Heidi-Kampagne können sie sich in der Deutschschweiz vom ärgsten Konkurrenten auf einer moralischer Ebene distanzieren. Es geht ja immerhin um ein Kulturgut! Welcher Unmensch kann schon NEIN zum Buch sagen?

Es fällt sicher niemandem auf, dass neben dem Heidi im Schaufenster auch noch ein „Bestseller – jetzt 30 % günstiger“-Sticker klebt. Oder dass man den eigenen eReader zum Kampfpreis unters Volk bringt. Die Buchpreisbindung als Marketinginstrument. Kein dummer Ansatz, falls man davon ausgeht, dass der Ausgang der Abstimmung für den Geschäftsgang wenig relevant sein wird. Nicht dumm, aber auch nicht unbedingt großherzig.

Ich schließe mich in dieser Hinsicht dem Verleger Hans-Rudolf Wiedmer an: „Wenn das Gesetz angenommen wird, nehme ich das zur Kenntnis. Wenn es abgelehnt wird, ist das für mich kein Grund zum Jubeln.“

Schade, dass bei der ganzen Diskussion andere mögliche Gründe fürs Lädelisterben kaum Beachtung finden.

Buchpreisbindung in der Schweiz oder Korrelation ist nicht Kausalität.

Saturday, January 28th, 2012

Nachtrag vom 30. Januar 2012: Der Verleger Markus Schneider (Echtzeit-Verlag) äußert sich zur Buchpreisbindung. Damit wäre für mich zumindest die inhaltliche Ebene geklärt – danke schön! Die Kommunikationssache, die ich in diesem Artikel kritisiere, bleibt weiterhin problematisch.

Originaltext:

Da ich mich auf eine deutschsprachige Website beziehe verfasse ich diesen Artikel ausnahmsweise auch in Deutsch. Sorry ’bout that.

Ich antworte in diesem Beitrag auf die Aussagen von Ja zum Buch, also der offiziellen Argumentation der Buchpreisbindungs-Befürworter. Ich möchte voranstellen, dass es mir weniger um die Sache geht als, einmal mehr, um die Art und Weise der Kommunikation und dem Sich-Zurechtdrehen der Faktenlage aus Eigennutz oder, eventuell, Unverständnis.

Was das Gesetz selbst betrifft bin ich sehr an Erklärungen interessiert und freue mich auf Eure Kommentare. Ich kann nicht nachvollziehen, wie dieses Gesetz in der jetzigen Form seine Ziele erreichen soll; die Website Ja-zum-Buch hat mich in dieser Hinsicht nicht aufklären können.

Das hier ist also eine Gegendarstellung, nicht unbedingt gegen die Idee einer Buchpreisbindung in der Schweiz, sondern mehr gegen die Argumente, die von den Befürwortern vorgebracht werden. Und mit denen sie sich meiner Meinung nach mehr schaden als nützen.

Stärkt Buchhandlungen und Verlage.

Diese Unterseite zeigt keinen schlüssigen Beleg, weshalb eine Buchpreisbindung Buchhandlungen und Verlage „stärken“ könnte. Sie stützt sich auf Vergleiche. Das Hauptargument scheint das Buchladensterben zu sein:

In der Westschweiz ist die Zahl der Buchhandlungen und Verlage seit der Aufhebung der festen Ladenpreise im Jahr 1993 deutlich zurückgegangen. In Grossbritannien wurde der Buchmarkt 1995 komplett dereguliert. Die Konsequenz: Alleine seit 2005 wurden von seinerzeit 4000 Buchhandlungen 1800 geschlossen.

Aber es wird nicht belegt, dass diese Entwicklung mit der Aufhebung der damaligen Buchpreisbindung zusammenhängt – im Falle von Großbritannien werden Zahlen zehn Jahre nach der Deregulierung genannt.

Komplett ausgeklammert wird zum Beispiel das technologiebedingte Anwachsen des Online-Handels und damit der Möglichkeit, sich selbst zu informieren und die Bücher frei Haus liefern zu lassen. Oder die wachsende Verbreitung von GPS-Systemen, die dem Reiseführer- und Landkarten-Handel zusetzten. Oder die Verfügbarkeit von Online-Communities, die durchs Veröffentlichen eigener Rezepte traditionelle Kochbücher ins Abseits drängten. Oder dass Brockhaus den Druck ihrer Enzyklopädie einstellte, da es online sinnvoller (da aktueller) erschien. Oder wie Gewerbetreibende europaweit mit mehr und mehr Auflagen gegängelt werden, während gleichzeitig die Kaufkraft abnimmt.

Mit der Buchpreisbindung, respektive unterschiedlichen Endverkaufspreisen, hat das alles nichts zu tun. Dennoch stellt Ja-zum-Buch die weggefallene Buchpreisbindung als alleinige Erklärung fürs „Buchladensterben“ dar.

Dass in Großbritannien seit 2005 viele Buchhändler aufgeben mussten stimmt. Aber auch hier fehlt ein Beleg dafür, dass es direkt mit der Deregulierung des Buchmarktes zehn Jahre zuvor zusammenhängt – und nicht zum Beispiel mit radikalen Veränderungen der innenpolitischen Landschaft und der damit verbundenen Ansätze zur Besteuerung von Kleinunternehmen. Und, wieder: Der Einfluss des technologischen Wandels wird von den Befürwortern nicht in Betracht gezogen.

Korrelation ist nicht Kausalität.

Seit der Aufhebung der Buchpreisbindung im Jahr 2007 mussten in der Deutschschweiz bereits 13 Prozent der Buchhandlungen schliessen.

Korrekt. Aber – ist daran tatsächlich die Aufhebung der Buchpreisbindung schuld? Oder ist es (auch?) anderen Faktoren zuzuschreiben, siehe oben? Die Antwort bleibt ja-zum-buch.ch schuldig; alleine die fehlende Buchpreisbindung „ist schuld“.

Wieder: Korrelation ist nicht Kausalität.

Entscheidet sich die Schweiz gegen die Buchpreisbindung, heisst das, dass mittelfristig nur noch Filialisten und Discounter den Buchmarkt in der Schweiz prägen werden. Regionale Angebote und Spezialitäten werden auf ihrem Weg in das Buchhändlerregal auf der Strecke bleiben.

Dass Filialisten bereits seit vielen Jahren den Buchhandel prägen hat nichts mit Preisbindung ja/nein zu tun: Große Ketten und Discounter können billiger einkaufen und mehr Rabatte geben, während sie gleichzeitig als Teil eines Konzerns etwaige Ausfälle, hohe Mieten und Werbemaßnahmen besser verkraften können. Eine Beschränkung des Angebots ermöglicht Einsparungen in der Logistik, Filialführung (Regale und Organisation), Auswahl der Mitarbeiter und Umfang des Marketings. Der Discounter wird sein Angebot nicht erweitern, nur weil die Bücher schweizweit zum selben Preis verkauft werden müssen – die genannten Faktoren sind einflussreicher auf Umsatz und Gewinn und damit wichtiger für die Basis, auf der Discounter bauen.

Diese Möglichkeiten hat der inhabergeführte Laden nicht, und bekommt sie auch nicht durch eine Buchpreisbindung.

Auch bleibt die Website eine Erklärung schuldig, weshalb regionale Angebote davon profitieren, schweizweit zum gleichen Preis verkauft zu werden. Respektive weshalb das die letzten fünf Jahre ein riesiges Problem gewesen sein soll.

Sichert Vielfalt und fördert Schweizer Literatur.

Diese Unterseite spricht von „Buchvielfalt statt Einheitsbrei“, ohne eindeutig zu belegen, dass diese Vielfalt von schweizweit festgelegten Endverkaufspreisen beeinflusst wird.

Die Buchpreisbindung führt zum Wettbewerb über Inhalte, Kreativität, Innovation und Vielfalt. Damit bleibt garantiert, dass Schweizer Verlage auch in Zukunft Schweizer Autorinnen und Autoren entdecken, zukünftige Dürrenmatts und Bichsels ihren Platz in der Buchhandlung haben und das Schweizer Kulturschaffen stark bleibt.

Dieser Wettbewerb besteht bereits seit mehreren Jahrzehnten, wenn nicht gar seit dem Entstehen des Verlagswesens: Verlag kommt von „vor-legen“; jemand investiert in ein Manuskript in der Hoffnung, damit einen Gewinn zu erzielen.

Gewinn wird erwirtschaftet, wenn genug Menschen das Produkt – hier, das Buch – kaufen. Was auch heißt: Ein Verlag verlegt kein Buch, in dem er keine (oder eine zu geringe) Gewinnmöglichkeit sieht. Außer, es handelt sich um Liebhaberei, die durch andere Bücherverkäufe quersubventioniert werden kann. Hier sind dann jedoch für Verlag und Autor minimal schwankende Verkaufspreise weniger relevant als die Anzahl der vermittelten Bücher.

Für Autoren ändert eine Buchpreisbindung in dieser Hinsicht nichts: Entweder, das Manuskript überzeugt den Verleger (könnte also Gewinn erwirtschaften) oder nicht. Und falls nicht hatten Autoren noch nie so viele Möglichkeiten wie heute, ihre Inhalte trotzdem der Öffentlichkeit zu präsentieren oder zu verkaufen. Die Kalkulation von Verlagen spielt bei autorenvertriebenen eBooks oder Print-on-Demand-Büchern keine Rolle, die Diversität ist davon nicht berührt.

Dürrenmatt war übrigens bei Diogenes. Gesamtauflage über 200 Millionen Exemplare und gut 6000 Titel, einer der wichtigsten Verlage im deutschsprachigen Raum. Bichsel hingegen hat im Eigenverlag publiziert, bis er schließlich in der Weltwoche und dann Schweizer Illustrierten veröffentlichte. Beides (damals) große, finanzstarke „Player“ im Schweizer Markt. Als Beleg, dass die Buchpreisbindung Klein(st)verlagen und Sparten-Autoren hilft, sind beide denkbar ungeeignet.

Senkt Preisunterschiede zum Ausland.

Diese Unterseite will den Wählern erklären, dass ungebundene Preise zu höheren Verkaufspreisen führen. Respektive gebundene Preise zu billigeren Büchern. Sie bemüht dabei dieses Argument:

Zwischen 1983 und 2007 betrug die Teuerung in der Schweiz 55 Prozent. Beim Buch waren es nur 15 Prozent. Der Preis für ein Konzertticket oder eine Tasse Kaffee ist in dieser Zeitspanne rasanter gestiegen.

Das ist korrekt: Vor der Aufhebung der Preisbindung sind Bücher in der Schweiz weniger als die Teuerung, nun ja, teurer geworden. Das ist nicht verwunderlich, befanden sich die Bücherpreise bereits auf einem hohen Niveau, besonders verglichen mit den Preisen im Ausland.

Polemisch: 4 % von 40 Franken (vor der Aufhebung der Buchpreisbindung) sind prozentual gesehen weniger als 6 % von 25 Franken (nach der Aufhebung). In absoluten Zahlen ist die höhere Teuerung dennoch die für den Konsumenten günstigere.

Es fehlen Belege, die zeigen, dass die unterschiedlichen Preissteigerungen der Buchpreisbindung bzw. deren Fehlen geschuldet sind. Wieder: Korrelation ist nicht Kausalität. Die deutsche Preisentwicklung, die in diesem Zeitraum auf einem deutlich niedrigeren Niveau begonnen hat mit einer 100%-Skala gegenüberzustellen ist, nett ausgedrückt, speziell. Besonders, wenn man sowohl die politischen Veränderungen als auch die Marktbereinigung durch Großhändler wie Thalia ausblendet. Die übrigens in ihrer gegenwärtigen Form durch die deutsche Buchpreisbindung begünstigt wurde und wird.

Wenden wir uns den Verleger- und Autorenzitaten zu.

«Die kleine Landschule soll ein Schulbuch zum gleichen Preis kaufen können wie die grosse Agglo-Gemeinde.»

(Peter Uhr, Verlagsleiter, Schulbuchverlag plus, Bern.)

Das wird durch das vorgelegte Buchpreisbindungs-Gesetz nicht besser gewährleistet als ohne: Mengenrabatte sind sogar explizit als zulässig aufgeführt.

«Die Buchpreisbindung fördert die Vielfalt der Buchhandlungen. Gäbe es nur noch Discounter, könnte man keine Zürcher Bibel mehr kaufen.»

(Gallus Weidele, Geschäftsleiter voirol – Die Oekumenische Buchhandlung.)

Eigentümergeführte Buchhandlungen werden mit der Buchpreisbindung gegenüber Discountern schlechtergestellt: Letztere können mit dem Lieferanten größere Rabatte aushandeln (Zwischenverkaufspreise sind im Gesetz nur mit branchenfremden Unternehmen geregelt, nicht mit Buchhändlern) und dann im Preiskampf laut Artikel 6 „Allgemein zulässiger Rabatt“ übers ganze Sortiment 5 % billiger verkaufen. Was sie sich eher leisten können als der unabhängige Buchhändler.

Auch fehlt mir ein Grund, weshalb die Zürcher Bibel nicht mehr lieferbar sein soll, wenn sie z.B. von Ex Libris billiger angeboten werden könnte, Ex Libris dies aber nicht tut: Discounter führen solche Bücher nicht, weil es dem Geschäftsmodell „Einheitsbrei“ widerspricht. Eine Buchhandlung, die die Zürcher Bibel führt, steht also nicht in direkter Konkurrenz mit dem Discounter.

«Ich lebe in einer kleineren Stadt. Die Buchhandlung ist das kulturelle Zentrum, das auf die ganze Stadt ausstrahlt. Ohne Preisbindung würde sie dieses rasch verlieren.»

(Prof. Dr. Rainer J. Schweizer, Universität St.Gallen.)

Ist diese Ausstrahlung auch preisgebunden? Oder hängt es an den Händlern und Angestellten, dem Ladengeschäft, dem „Mehr“, das diese Buchhandlung bietet? Mit einer Buchpreisbindung könnte diese Buchhandlung dieses „Mehr“ nicht durch etwas höhere Preise gegenüber Discountern finanzieren und würde erst recht eingehen. Und wenn sie ohne Preisbindung diese Ausstrahlung schnell verliert – wie konnte die Buchhandlung die letzten fünf Jahre ohne Buchpreisbindung überleben, und die neun Jahre zuvor, als der Streit um die Buchpreisbindung zu vielen Ausnahmen in der individuellen Preisgestaltung führte?

28. Januar 2012, ergänzt 29. Januar 2012

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Protect-IP / SOPA explained.

Monday, January 16th, 2012

Make sure to watch through to the end; the situation got worse since the original video clip was created.

Direct Vimeo link: http://vimeo.com/31100268

Via: http://www.swiss-miss.com/2012/01/a-video-on-protect-ipsopa.html

Artist shitstorm as seen in Switzerland, January 2012.

Friday, January 13th, 2012

So you ask all them culture and arts dudes and dudettes to bitch about the Hildebrand case. Or rather, how certain media (Weltwoche, cough) or certain political figures (Lei, Blocher, cough) kicked the Swiss society in the balls, or are hugely misjudged, or totally wrong so we need to Do Something™. And how we guys and gals feel about it, generally speaking, artistically and whatnot. Being all artsy and cultural and stuff about it, too.

Well, my estimate: We hate it. At least, I do, which means quite a few persona unless I take my meds, or enough beer. Or, preferably, both. But I digress.

I can’t know what Hildebrand did or didn’t do for sure. That’s sorta the point: You can’t prove your innocence. That’s why we have all them laws and regulations in place, so nobody gets damned without any proof. Proof as in The Law™, rather than some arbitrary morality talk you spew because, well, you think you’re right, or your opponent is in the wrong party, or fucks your stock returns.

This is important: The laws are in place simply because one guy’s or gal’s moral understanding will be different from what others will deem appropriate. That’s the main reason we have laws to begin with. Going all “but it’s wrong!” simply because you lost a couple of thou on the markets is not very, well, moral.

But as the Hildebrand case has been, mainly, a discussion between different media exponents, with few political powers chuckling about how everybody turns moral all of a sudden, there isn’t anything I could add to this aspect of the pseudo-discussion.

What I can comment on is the way either side talks about what they think is reality. It may be in the eye of the beholder, but for Gods’ sake stay consistent! In this respect, the Weltwoche-SVP-Blocherarian bunch loses. Not because I don’t like them, but because they negate their own statements all too quickly.

Reality, conceived by society, is made up through discourse. And, in the end, reality is what the majority decides on. Reiterating statements that have been negated long ago is not a sign of a sane mind, but might be sensible for your cause. Reacting to people asking you why you’re lying with “you need to see the big picture, and I didn’t lie, reiterate” is insane behaviour, no matter what. Which is fine by me, mark the meds above, but for fuck’s sake:

Keep consistent in your arguing!

Well, as I’m supposed to answer this plea artistically, let me add a photo. Make of it what you may.

Immigrant cows climbing over our borders need to be stopped.